Die Taktik der Jobcenter

Viele Leistungsbezieher sind dem Rat von Fachleuten gefolgt und haben hinsichtlich aller Leistungsbescheide Überprüfungsanträge und Widersprüche eingelegt, um von einer möglicherweise positiven Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Regelsätzen und Anrechnungsfragen (z.B. ) auch für die Vergangenheit zu profitieren.

Die sind jetzt dazu übergegangen, diese Überprüfungsanträge und auch Widersprüche abzulehnen. In den Begründungen versuchen sie, die Leistungsbezieher mit rechtlichen Unwahrheiten von weiteren Schritten abzuhalten. Dieses entspricht der Gesamtabsicht der und ARGEn, möglichst viele Widersprüche abzuwehren.
Dazu paßt die ebenfalls häufig geübte Praxis, Leistungsbezieher einzubestellen und sie im Gespräch dazu zu bewegen, Widersprüche zurückzunehmen.

Wir raten: Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen !
Ein eingelegter Widerspruch kann für Sie nicht nachteilig sein. Nehmen Sie also niemals einen Widerspruch vor Ort zurück, sondern lassen Sie sich qualifiziert beraten. Sie haben Anspruch auf Beratungshilfe, also wird die Beratung für Sie, bis auf die Selbstbeteiligung in Höhe von 10 Euro kostenfrei sein.

Es ist richtig, Überprüfungsanträge gegen alte und Widersprüche gegen aktuelle Leistungsbescheide zu stellen. Erhalten Sie Ablehnungen, gehen Sie dagegen mit Widersprüchen und schließlich mit Klagen vor.
Die Hektik der Jobcenter zeigt nur, dass deren Angst vor einer positiven Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts groß ist.

Also: Profitieren auch Sie

Sie haben Fragen ? Wir beraten Sie gern !

Print Friendly, PDF & Email
Dieser Beitrag wurde in Sozialrecht veröffentlicht und getaggt , , , , . Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Kommentieren oder einen Trackback hinterlassen: Trackback-URL.

2 Kommentare

  1. RA-Felsmann
    Am 8. September 2012 um 11:08 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Der Widerspruch ist einfach an die ausstellende Behörde zu richten. Die ist zumeist im Briefkopf zu finden.
    Seit dem 01.01.2012 gibt es keine „ARGEn“ mehr – nur noch Jobcenter. Von daher im Zweifel an die Jobcenteradresse.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man häufig schneller zu seinem Recht kommt wenn man einen Anwalt einschaltet – das ist aber Geschmacksfrage.
    Ich wünsche Viel Erfolg!

    RA-Felsmann

  2. Schäfer
    Am 8. September 2012 um 11:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Guten Tag,
    ich habe eine Ablehnung zu einem Antrag für einen Bildungsgutschein erhalten nach langem Hickhack des Jobcenters. Die Begründungen sind sachlich falsch ( es wurde begründet, dass ich bereits eine Ausbildung habe, dabei habe ich keine ) und dann wurde vor allem meine Situation, weil ich alleinerziehend bin mit drei Kindern ( die aber eben nun in einem Alter sind wo ich etwas daran tun kann in Arbeit zu kommen ( die Jüngste ist 11 Jahre alt ). Ich nehme bereits an der Maßnahme (2 Jahre Schule und 1 Jahr Anerkennungsjahr ) teil und zwar mit viel Einsatz und Zuverlässigkeit ( was mir frech unterstellt wird nicht zu haben. Ich bin über 40 und muss mir sowas sagen lassen……..
    Meine Frage ist an wen ich den Widerspruch stellen soll, an die ARGE oder das Jobcenter? Ich kann nicht herausfinden wer zuständig ist in der Widerspruchsstelle, daher müsste ich das Einschreiben z.H der Widerspruchsstelle schicken? Sollte ich direkt einen Anwalt einschalten? Ich meine ich kann mich gut ausdrücken, aber ich möchte keine formellen Fehler machen. Bin noch etwas unsicher, weil die schießen ja mit allen Mitteln. Tolle Sache so ne Arbeitsargentur. Wenn sie nicht arbeiten wollen, dann ist das dort sehr empfehlenswert. Muss mal meinen Frust loswerden, denn ich kann einfach nicht verstehen warum Maßnahmen gefördert werden die nix bringen für den Einzelnen und andere Maßnahmen werden vereitelt.
    Vielen Dank an Sie

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*